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außergerichtliche Tätigkeit PDF Drucken E-Mail

 

Wird ein Anwalt weiter außergerichtlich bzw. gerichtlich z.B. durch schriftliche Korrespondenz mit der Gegenseite oder Vertretung vor Gericht tätig, fallen weitere Gebühren an.

Die Höhe der Gebühren richten sich nach dem sog. Gegenstandswert - also nach dem Wert, den Ihre geltend gemachte Forderung hat - und dem an den Anwalt erteilten Auftrag. Beispielsweise möchten Sie, dass der Kaufvertrag über eine Waschmaschine – Kaufpreis 1.000,00 € - rückgängig gemacht wird. Dann ist Grundlage der Bemessung der Gebühr ein Gegenstandswert von 1.000,00 €. Anhand der oben bereits erwähnten Gebührentabelle beträgt eine 1,0 Gebühr auf den Streitwert von 1.000,00 € = 85,00 €.

Die Gebühren stagnieren jedoch um so höher der  Streitwert ist. Daher kommt ein Rückschluss von den oben genannten Gebühren auf höhere Streitwerte nicht in Betracht.

In einigen Rechtsgebieten gelten besondere Gegenstandswerte (siehe dort).

Bei der außergerichtlichen Tätigkeit, also beispielsweise der Geltendmachung der Forderung gegenüber dem Gegner bzw. dessen Rechtsanwalt durch Schriftverkehr fällt regelmäßig eine so genannte Geschäftsgebühr an. Diese beträgt 0,5 bis 2,5 Gebühren aus dem Streitwert. Wenn die Angelegenheit nicht weiter schwierig ist, hat der Anwalt Anspruch auf eine so genannte Mittel(geschäfts)gebühr in Höhe von 1,3 Gebühren aus dem Streitwert. Bei einem Streitwert von 1.000,00 € beträgt die Gebühr daher 110,50 €.

Kommt es in derselben Angelegenheit zu einem gerichtlichen Verfahren wird die Geschäftsgebühr jedoch zur Hälfte angerechnet. Wenn der Anwalt also zunächst außergerichtlich und dann gerichtlich tätig wird, muss der Mandant also neben den Gebühren für das gerichtliche Tätigwerden einen Teil der Geschäftsgebühr für die außergerichtliche Tätigkeit zahlen.

Hinzukommen kann bei der außergerichtlichen Tätigkeit eine so genannte Einigungsgebühr in Höhe von 1,5 aus dem Streitwert, wenn nämlich der Anwalt beim Abschluss eines Vertrages mitwirkt, durch den der Streit beigelegt wird.

Zudem kann sich die Geschäftsgebühr um 0,3 für jeden weiteren Auftraggeber erhöhen.

Neben den Gebühren kann der Anwalt eine Auslagenpauschale von max. 20,00 € geltend machen (es sei denn, er hat mit Ihnen etwas anderes vereinbart) und die Mehrwertssteuer.

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